Die Baufinanzierung im Privatbereich
Mehr als die Hälfte aller Bürger in Deutschland haben im Laufe ihres Lebens den Erwerb von Wohneigentum geplant, was sich natürlich in der Praxis nicht bei allen Verbrauchern auch realisieren lässt. Die Baufinanzierung fürs Eigenheim ist mit Abstand die größte finanzielle Belastung, die man als Privatperson auf sich nimmt. Daher sollte man die Baufinanzierung für den Hauskauf im privaten Bereich auch sehr gut planen und sich ausgiebig informieren. Der größte Fehler besteht sicherlich darin, dass man zum einen überstürzt eine Immobilie erwirbt und zum anderen auch noch überstürzt eine Finanzierung vornimmt. Ohnehin ist es ein ganz wichtiger Tipp im Bereich der privaten Immobilienfinanzierung, dass man sich zuerst erkundigt, ob eine Finanzierung überhaupt im gedachten Umfang möglich ist, und sich erst danach für den Kauf eines bestimmten Objektes entscheidet. Diese Reihenfolge der Vorgehensweise sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber dennoch gibt es nicht wenige Verbraucher, die zuerst einen Kaufvertrag für ein Eigenheim unterschreiben und sich dann erst um eine Baufinanzierung kümmern, was natürlich mitunter fatale Folgen haben kann.
Welche Voraussetzungen man zur Nutzung einer Baufinanzierung erfüllen muss
Damit man als Privatperson die benötigten Darlehen im Rahmen der Baufinanzierung auch von der Bank bekommt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Zu den elementaren Voraussetzungen zählt es, zumindest wenn ein deutsches Kreditinstitut der Darlehensgeber ist, dass der Antragsteller über keine negativen Schufa Einträge verfügt. Desweiteren müssen auch regelmäßige Einkünfte nachgewiesen werden. Aufgrund der hohen Darlehnssummen kann die Rate für einen Baukredit nur dann finanziert werden, wenn ein Einkommen aus einer Vollzeitbeschäftigung heraus vorhanden ist. Daher verlangen die Banken im Normalfall auch eine Gehaltsabrechnung/Gehaltsbescheinigung oder eine Einnahmen- und Überschussrechnung bei Selbständigen. Manche Banken verlangen zudem, dass die Gesamtfinanzierung mit einer bestimmten Mindestquote an Eigenkapital hinterlegt ist, zum Beispiel mit mindestens 10 Prozent.
Gibt es eine Baufinanzierung ohne Schufa?
Wie gerade erläutert, ist eine „saubere“ Schufa eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass in Deutschland eine Baufinanzierung durchgeführt werden kann. Haben darauf folgend Personen mit einem schlechten Eintrag in der Schufa keine Chance auf eine Eigenheimfinanzierung? In Deutschland wird es tatsächlich sehr schwierig bis nahezu unmöglich werden eine Baufinanzierung ohne Schufa zu erhalten. Es gibt aber dennoch Alternativen, nämlich die Baufinanzierung im Ausland, also mit einer ausländischen Bank als Kreditgeber. Im Ausland ist es nämlich in allen Kreditbereichen sehr häufig so, dass die Schufa kein Kriterium ist, mittels dem die Kreditwürdigkeit des Kreditsuchenden beurteilt wird. Vielen ausländischen Banken genügt der Nachweis eines regelmäßigen Einkommens und die Eintragung einer Grundschuld als Sicherheit, sodass Verbraucher dort also auch bei einer negativen Schufa dennoch ein Baudarlehen bekommen können.