Zinsvergleich vor Abschluss der Baufinanzierung

Bevor man sich für bestimmte Darlehen im Rahmen einer Baufinanzierung entscheidet, ist natürlich die Durchführung eines Zinsvergleichs sehr zu empfehlen. Da schon kleine Unterschiede zwischen den Anbietern für größeres Einsparpotential bezüglich der zu zahlenden Zinsen sorgen können, sollten nicht nur wenige, sondern so viele Angebote wie möglich in den Zinsvergleich vor der eigentlichen Baufinanzierung mit einbezogen werden. Den Vergleich selbst kann man mittels eines Zinsrechners problemlos und transparent über diverse Webseiten im Internet durchführen. Jedoch ist es auch hier wichtig darauf zu achten, dass der Zinsvergleich bestimmte Kriterien erfüllen kann, damit die Ergebnisse zum einen objektiv sind, und zum anderen auch wirklich fundierte Vergleichsergebnisse liefern können. Worauf sollte also bei einem Zinsvergleich geachtet werden?

Der Zinssatz der Baufinanzierung als Vergleichskriterium


Das Hauptvergleichskriterium zwischen den unterschiedlichen Anbietern ist natürlich auch im Bereich der Baufinanzierung und den zu vergebenden Darlehen der Zinssatz. Wichtig ist hier, dass man auf den Effektivzinssatz als Vergleichsmittel zurück greift und nicht etwa auf den Nominalzinssatz, weil dieser keine Kosten, Gebühren und auch keine Tilgungsverrechnung beinhaltet. Zudem gibt es grundsätzlich natürlich im Zuge des Hypothekendarlehens zwei Arten von Zinssätzen, nämlich einerseits den Zinssatz für ein variables Darlehen und andererseits die verschiedenen Zinssätze für ein Festzinsdarlehen, die sich dann auch noch nach der Dauer der Zinsfestschreibung unterscheiden. Auch die Bonität und die Höhe der gestellten Sicherheiten haben bei nahezu allen Banken einen Einfluss auf den letztendlich veranschlagten Zinssatz.

Baufinanzierung - Der Zinssatz des Immobilienkredites im Bezug zur Dauer der Zinsfestschreibung


Bezüglich des Zinssatzes sind beim Immobilienkredit neben den beiden genannten grundlegend verschiedenen Zinssätzen auch die vom Kreditnehmer gewählten Laufzeiten des Darlehens zu beachten. Gemeint ist konkret die Dauer der Zinsfestschreibung, denn in der Regel steigt mit der Dauer der Zinsfestschreibung auch der Zinssatz an, der dann für das Festzinsdarlehen von der kreditgebenden Bank verlangt wird. Nimmt man die Situation, wie sie zur Zeit im Bereich der Hypothekenzinsen vorherrscht als Beispiel, so zahlt man derzeit (August 2010) für ein Festzinsdarlehen mit einer Zinsfestschreibung über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 2,90 Prozent an Zinsen, bei einer zehnjährigen Festschreibung wären es etwa 3,50 Prozent und bei 15 Jahren garantiertem Zinssatz muss man mit etwas über vier Prozent rechnen. Sollte sich die Situation jedoch einmal so darstellen, dass keine Niedrigzinsphase wie in 2010 vorhanden ist, sondern ein sehr hohes Zinsniveau herrscht, dann wären die Banken natürlich an einer möglichst langfristigen Zinsbindung interessiert, sodass man dann sicherlich für lange Zinsfestschreibungen einen günstigeren Zinssatz als für relativ kurze Bindungsfristen bekommen wird.