ETF Fonds
Neben den klassischen Fonds gibt es eine besondere Art von Investmentfonds, die seit knapp zwei Jahren sogar einen regelrechten Trend auf dem Fondsmarkt darstellen, weil im mehr Anleger in diese Fondsart investieren. Und zwar sind die so genannten Exchange Traded Funds gemeint, kurz als ETFs bezeichnet. Die ETF-Fonds unterscheiden sich zwar durch einige markante Merkmale deutlich von den klassischen Fonds, aber dennoch handelt es sich vom Grundprodukt her um Investmentfonds. Aufgrund ihrer typischen Eigenschaften kennt man die ETFs inzwischen auch unter der Bezeichnung Indexfonds oder passiv gemanagte Fonds. Die ETFs werden deshalb auch als Indexfonds bezeichnet, weil der Fonds stets einen bestimmten Index nachbildet. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Rohstoffindex oder auch um einen Aktienindex handeln. Ein weiterer Unterschied zu den klassischen Fonds ist, dass die ETF-Fonds an der Börse handelbar sind.
Weitere Merkmale der ETFs
Ein weiteres Hauptmerkmal der ETFs besteht darin, dass diese Fonds passiv gemanagt werden. Dahinter steckt die zuvor erwähnte Tatsache, dass der Fondsmanager lediglich die Aufgabe hat, genau die gleichen Finanzprodukte, zum Beispiel die gleichen Aktienwerte, im Fondsdepot aufzunehmen, die auch in dem Index enthalten sind, an dem sich der ETF Fonds orientiert. Nimmt man einen ETF mit Basis DAX-Index als Beispiel, so müsste der Fondsmanager lediglich darauf achten, dass der ETF Fonds stets alle DAX-Aktien im Depot hat, und zwar mit der gleichen Gewichtung wie im DAX selbst. Der Fondsmanager muss also kein Research betreiben und Aktien nach eigenem Ermessen selektieren.
Die Vorteile der ETF Fonds
Die Tatsache, dass der Fondsmanager bei den ETFs kein Research betreiben muss, führt zu einem großen Vorteil der ETFs, vorrangig gegenüber den klassischen Fonds, nämlich den deutlich geringeren Gebühren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es Statistiken zufolge so ist, dass ETFs im Durchschnitt von der Performance her besser abschneiden als klassische Fonds. Diese Tatsache ist im Grunde relativ erstaunlich, da die aktiv gemanagten Fonds ja gerade zum Ziel haben, besser als der Durchschnitt bzw. ein Vergleichsindex zu sein, denn schließlich zahlt der Anleger gerade dafür auch eine nicht unerhebliche Managementgebühr. Insofern ist es mehr als verständlich, dass immer mehr Anleger vom klassischen Fonds hin zu den ETF-Fonds „wandern“.