Forex Kosten
Auch beim Forex Trading entstehen für den Anleger Kosten, auch wenn es sich dabei nicht um direkt ersichtliche Gebühren handelt, sondern in gewisser Weise um „versteckte“ Kosten, auch wenn diese natürlich vom jeweiligen Forex Broker kenntlich gemacht werden. Es gibt zwei Kostenfaktoren, die man beim Forex Trading beachten sollte, nämlich einerseits den Spread und andererseits die möglichen Finanzierungskosten, die in bestimmten Situationen auftreten können. Während der Spread für jeden Trader einen Kostenfaktor darstellt, fallen die Finanzierungskosten nur unter einer bestimmten Voraussetzung an. Vergleicht man die Kosten insgesamt mit anderen Investmentformen, wie zum Beispiel dem Aktienhandel oder dem Investment in Fonds, so sind die Kosten für den Anleger als vergleichsweise gering zu bezeichnen.
Der Spread als ein Kostenfaktor beim Forex Trading
Der Spread ist die Spanne zwischen zwei Kursen, die zu jedem Währungskurs vom Forex Broker gestellt werden. Demzufolge wird der Spread häufig auch als die Geld-Brief-Spanne bezeichnet. Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen stellt für den Forex Broker einen Ertrag, und somit für den Anleger einen Kostenfaktor dar. Man kann den Spread in etwa mit dem An- und Verkaufskurs bei einem Sortengeschäft vergleichen. Kauft man beispielsweise in der Bankfiliale für 500 Euro Schweizer Franken für den Urlaub, so muss man hier stets einen höheren Kurs zahlen, als wenn man die Franken nach dem Urlaub wieder gegen den Euro umtauscht. Auf diese Weise funktioniert auch der Spread beim Forex Trading. Der Anleger kauft also stets zu einem höheren Kurs, als er beim Verkauf bekommen würde. Allerdings ist dieser Spread relativ gering, und beträgt beispielsweise beim Währungspaar Euro und US-Dollar nur zwei oder drei Pips. Die Kurse könnten hier zum Beispiel 1,4565 Dollar zu 1,4567 Dollar lauten, die Differenz von zwei Pips wäre also nominal ausgedrückt gerade mal eine Kursdifferenz von zwei Hundertstel Cent.
Die Finanzierungskosten beim Forex Trading
Die Finanzierungskosten treten beim Forex Trading immer nur dann auf, wenn der Kunde eine Haben-Position (Long-Position) über einen Tag hinaus im Bestand hat. Meistens nehmen die Forex Broker ab etwa 22 Uhr ein so genanntes Roll-Over vor. Das bedeutet, die Bestandspositionen werden vom „Wert“ her auf den nächsten Tag übertragen. Bei der Long-Position ist es bekanntlich so, dass der Forex Broker dem Anleger Geld (Euro) geliehen hat (Hebel), was in dem Sinne einen Kredit darstellt. Und wie bei jedem Kredit üblich, möchte der Broker natürlich für diesen Kredit Zinsen bekommen. Diese Zinsen stellen dann für den Anleger die Finanzierungskosten dar. Der veranschlagte Zinssatz orientiert sich meistens am EURIBOR plus einem Aufschlag von etwa drei Prozent. Der Kunde kann demnach mit Finanzierungskosten von rund 4-6 Prozent (aufs Jahr gerechnet) auf der Basis des gehandelten Gegenwertes kalkulieren.