Margin

Es gibt beim Devisenhandel einige sehr wichtige Fachbegriffe, die man unbedingt kennen muss, bevor man mit dem Forex Trading beginnt. Denn anderes als beispielsweise beim Investment in Fonds oder in sichere Geldanlagen kümmern sich keine professionellen Manager oder Bankberater um die Anlage, sondern man ist beim Devisenhandel praktisch vollkommen auf sich alleine gestellt. Zu den wichtigsten Begriffen und gleichzeitig auch zu den Grundlagen, wenn man die gesamte Funktionsweise des Forex Trading betrachtet, zählt die Sicherheitsleistung, auch als Margin bezeichnet. Um die Funktion und die Bedeutung des Margins zu verstehen muss man wissen, dass man beim Devisenhandel mit einer deutlich größeren Kapitalsumme handeln kann, als man selbst in Form von einsetzbarem Eigenkapital zur Verfügung hat. Denn durch den Hebel leiht der Forex Broker dem Kunden ein Vielfaches des eigenen Kapitals, welches in vollem Umfang zum Handeln genutzt werden kann.

Der Zusammenhang zwischen Margin und Hebel (Leverage)


Beim Forex Trading lernen spielt der Zusammenhang zwischen Margin und Hebel eine große Rolle, denn hat man dieses Prinzip verstanden, kennt man bereits eine der sehr wichtigen Grundlagen des Forex Tradings. Wie bereits kurz erwähnt, stellt der Broker dem Anleger ein Vielfaches des eigenen Kapitals zur Verfügung. Dieses Vielfache bezeichnet man auch als Hebel oder Leverage. Der Hebel bewegt sich in der Praxis zwischen einem Vielfachen von 20:1 bis zu 400:1, immer bezogen auf das einsetzbare Kapital des Kunden. Da der Forex Broker dem Kunden jedoch nicht "blind" und ohne Sicherheiten Kapital leihen möchte, wird das Margin als eine Sicherheitsleistung gefordert. Wie hoch das Margin sein muss, hängt vom Broker und auch von der gehandelten Währung ab. Im Normalfall bewegt sich das Margin zwischen 0,25 Prozent und fünf Prozent. Und hier wird dann auch der Zusammenhang zwischen Margin und Hebel deutlich, denn beide Größen miteinander multipliziert müssen stets 100 ergeben. Vergibt der Broker einen Hebel von 400:1, dann fordert er lediglich ein Margin von 0,25 Prozent (400*0,25=100). Wird ein Margin von zwei Prozent gefordert, so beträgt der Hebel 50:1 (2*50=100) usw..

Welches Margin für welchen Trader-Typen?


Durch den Zusammenhang zwischen Margin und Hebel wird gleichzeitig auch das Risiko des Investments bestimmt. Je höher das Margin ist, desto mehr Spielraum hat der Anleger, dass vorübergehend entstandene Verluste "ausgesessen" werden können und nicht sofort zur Schließung der Position führen. Denn das Margin in Prozent ist auch gleichzeitig der maximal mögliche Verlust in Prozent. Was bedeutet das konkret? Angenommen, es werden bei einem zu hinterlegenden Margin von zwei Prozent US-Dollar gekauft. Der Hebel beträgt hier also 50:1 und mit dem Margin von zwei Prozent reicht diese Sicherheitsleistung des Anlegers so lange, bis der Dollar mehr als zwei Prozent an Wert verloren hat, wenn auch nur vorübergehend. Sollte der Dollar nun an diese Verlustgrenze von zwei Prozent stoßen, wird der Forex Broker die Position schließen, damit der Anleger nicht mehr Geld verlieren kann, als er eingesetzt hat. Bei einem Hebel von beispielsweise 20:1 beträgt das Margin fünf Prozent, sodass hier Verluste erst ab mehr als fünf Prozent zu einer Schließung der Position, und somit zum Totalverlust führen. Somit sollten Anfänger beim Devisenhandel, die vielleicht noch im Bereich Forex lernen, einen möglichst geringen Hebel bzw. damit verbunden ein möglichst hohes Margin nutzen.