Studenten
Zwar ist ein Wahlrecht zwischen der PKV und der GKV, das es in der Form übrigens nur in Deutschland gibt, einerseits ein Vorteil für den Verbraucher, aber auf der anderen Seite steht man nicht selten dadurch auch vor einer schwierigen Entscheidung, nämlich ob man sich privat oder gesetzlich krankenversichern soll. Das trifft zum Beispiel auf viele Studenten zu, die sich prinzipiell stets zwischen beiden in Deutschland vorhandenen Krankenversicherungs-Systemen entscheiden können. Dabei bieten sowohl die PKV als auch GKV durch den Mindestbeitrag einen vergleichsweise günstigen Beitrag an, wenn man dieses einmal mit dem „Normalbeitrag“ für Selbständige oder Arbeitnehmer vergleicht. Sehr häufig müssen Studenten natürlich bildlich gesprochen jeden Euro zweimal umdrehen, sodass die Entscheidung für oder gegen die PKV vorrangig davon abhängt, ob die Beiträge bei der PKV günstiger als bei der GKV sind. Für manche Studenten sind aber auch die Leistungen sehr wichtig und werden beim Vergleich berücksichtigt.
Wer ist günstiger für Studenten – PKV oder GKV?
Wie meistens beim Vergleich zwischen den beiden Krankenversicherungssystemen, zumindest wenn es um den zu zahlenden Beitrag geht, kann man nicht pauschal beurteilen, ob die private oder die gesetzliche Versicherung für eine bestimmte Personengruppe die günstigere Variante ist. So sieht es auch bei den Studenten aus, denn mancher Student kann sich eben in der GKV günstiger versichern, während ein anderer Student bei der PKV geringere Beiträge zahlen muss. Ein wichtiger Aspekt ist sicherlich die Möglichkeit der Familienversicherung in der GKV, die für alle Studenten bis zum Erreichen des 25. Lebensjahrs ein „Thema“ sein kann. Denn bis zu diesem Alter können sich Studenten auch weiterhin bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil in der GKV kostenlos familienversichern lassen. Das geht jedoch nur dann, wenn das monatliche Einkommen nicht regelmäßig oberhalb von 365 bzw. 400 Euro liegt. Und wenn der Student seine Entscheidung vor allem nach den Leistungen des jeweiligen Versicherers trifft, dann ist natürlich wichtig, dass man sich im Zuge der privaten KV nicht für den Basistarif, sondern für einen der anderen Tarife entscheidet, denn der Basistarif hat in etwa die gleichen Leistungen wie die GKV.
Vorausschauend bei der Wahl der Krankenversicherung sein
Sicherlich finden viele Studenten die PKV zunächst sehr attraktiv, denn es werden (bis auf den Basistarif) bessere Leistungen als in der GKV angeboten, und der Beitrag ist nicht selten auch für Studenten erschwinglich, da die privaten Krankenversicherer natürlich hier auch besonders günstige Studenten-Tarife anbieten. Allerdings sollte man bei der Entscheidung zwischen GKV und PKV nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die eventuelle zukünftige Situation schauen. Die beiden Themen sind hier vor allem Beitrag im Alter und Familienplanung. Nicht wenige Studenten gründen nach Ende des Studiums eine Familie, sodass dann aufgrund der möglichen Familienversicherung vielleicht die GKV die günstigere oder auch „bessere“ Alternative sein könnte. Je nach Beruf, den der Student nach Ende des Studiums wählt, kann es jedoch möglich sein, dass ein Wechsel zur GKV nicht mehr durchführbar ist. Generell ist stets zu bedenken, nicht nur für Studenten, dass die Beiträge zur PKV im Alter deutlich steigen können. Das bedeutet, auch wenn die PKV Beiträge heute noch bezahlbar sind, kann das im Alter unter Umständen anders aussehen. Bei der GKV besteht dieses Risiko nicht bzw. in geringerem Umfang.