Wissenswertes
Es gibt eine Vielzahl von Aspekten rund um die PKV, die man als Verbraucher kennen sollte, bevor man sich für eine Versicherung im privaten Bereich entscheidet. Mitunter muss man sehr viele Texte lesen, sei es auf Webseiten oder in Fachzeitschriften, um sich über Bedingungen, Konditionen sowie Vor- und Nachteile der PKV im Vergleich zur GKV zu informieren. Daher ist es sicherlich sehr angenehm, wenn man Wissenswertes zur PKV kompakt zur Verfügung gestellt bekommt. Zu den einzelnen Aspekten kann man dann noch immer im Detail informieren, sofern der jeweilige Punkt für einen persönlich von größerem Interesse sein sollte. Ein wichtiger Aspekt ist sicherlich für die meisten Verbraucher der Vergleich zwischen den zwei Alternativen PKV und GKV.
Worin bestehen die Hauptunterschiede zwischen den zwei Krankenversicherungssystemen?
Die Hauptunterschiede zwischen der privaten und der gesetzlichen Versicherung finden sich in der Sparte Beitrags/Beitragsberechnung und den Leistungen. Der GKV-Beitrag wird bis zur Beitragsbemessungsgrenze einzig und alleine auf Basis des Einkommens festgelegt, und ist auf dieser Basis für Verbraucher mit dem jeweils gleichen Einkommen demzufolge identisch. Der PKV-Beitrag basiert hingegen auf dem Eintrittsalter, dem Geschlecht, dem Gesundheitszustand, eventuellen Selbstbeteiligungen oder vereinbarten Beitragsrückzahlungen, und natürlich auf dem gewählten Tarif (Leistungen). Die GKV-Leistungen sind per Gesetz im Leistungskatalog festgeschrieben, wobei die gesetzlichen Krankenkassen dann noch einen gewissen Spielraum bei freiwilligen zusätzlichen Leistungen haben. Die PKV-Leistungen sind hingegen weitestgehend frei zu vereinbaren (bis auf den Basistarif) und fast immer (bis auf den Basistarif) umfangreicher als die GKV-Leistungen.
Besonders zu beachten
Besonders beachten ist bei der Wahl der Krankenversicherung, dass es keine PKV-Familienversicherung gibt, es muss also jedes Mitglied der Familie beitragspflichtig versichert werden. Für Ehepaare (mit Kindern) kann das wirtschaftlich betrachtet ein ganz entscheidender Aspekt bei der Wahl des Krankenversicherungs-Systems sein. Ferner muss man die PKV-Tarifinhalte genau unter die Lupe nehmen, da man sich hier nicht darauf verlassen kann, dass es gesetzlich vorgeschriebene Leistungen gibt, wie es bei der gesetzlichen KV der Fall ist. Eine weitere zu bedenkende Besonderheit ist, dass man nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen wieder aus der PKV zurück in die GKV wechseln kann. Für nicht wenige Versicherte bedeutet das: Einmal PKV, immer PKV. Ab einem Alter von 56 Jahren ist ein Wechsel von der privaten zur gesetzlichen KV Stand Februar 2011 sogar ausnahmslos nicht mehr möglich.