Vermögensaufbau durch intelligente Mischung
In den fünfziger Jahren wurde in Deutschland der erste Aktienfonds aufgelegt. Seit dem erfreuen sich Fonds hierzulande größter Beliebtheit bei Anlegern. Die Palette wurde inzwischen breit diversifiziert, rund 10.000 unterschiedliche Fonds sind inzwischen in Deutschland zugelassen. Das Angebot reicht von klassischen Aktienfonds über Rentenfonds, Branchen- und regionalen Fonds bis hin zur Vermögensverwaltung auf Dachfondsbasis. Ergänzt wurde die Familie der offenen Fonds vor einigen Jahren um ETFs, Exchange Trading Funds, welche nicht aktiv gemanagt werden, sondern lediglich einen Index nachbilden. Dabei schneiden diese passiven Fonds aber keineswegs schlechter ab. Wer sich für den Vermögensaufbau mit Investmentfonds entscheidet, sollte einige Dinge beachten.
Am Anfang steht das richtige Depot
Wichtig bei der Depotauswahl sind zum einen die Kosten für die Depotverwaltung, zum anderen die Kosten für den Fondserwerb. Rentenfonds sind von Haus aus mit einem Ausgabeaufschlag zwischen zwei und vier Prozent belegt, Aktienfonds zwischen vier und sechs Prozent, abhängig vom Fonds und der Investmentgesellschaft. Von Haus aus bedeutet, dass es im Ermessen der jeweiligen Bank oder des Brokers liegt, ob der Ausgabeaufschlag einbehalten wird oder nicht. Während die Banken vor Ort in der Regel auf dem Agio bestehen, rabattieren die Direktanbieter den Ausgabeaufschlag mindestens teilweise. Die Nettorendite ergibt sich am Jahresende aber auch aus den weiteren Kosten. Verzichtet die Bank auf eine Depotverwaltungsgebühr, erhöht das zwangsläufig den Gewinn des Anlegers. Informationen dazu, welche Bank welche Kosten in welcher Höhe berechnet, finden sich auf entsprechenden Vergleichsportalen, beispielsweise
Depotvergleich.com.
Einstieg mit Standardwerten
Den besten Effekt mit Fondsanlagen erzielen die Sparer durch Sparpläne. Der Durchschnittskosteneffekt bedingt, dass zu Zeiten niedriger Kurse die Anleger eine höhere Anzahl an Fondsanteilen erwerben, ein Umstand, der sich bei steigenden Kursen natürlich positiv auswirkt. Einsteiger sind gut beraten, zu Beginn mit Standardaktien zu starten. Diese erzielen langfristig eine höhere Rendite als Rentenfonds, ohne dabei die Volatilität der Nischenfonds einzubringen. Mit der Zeit macht es jedoch Sinn, für eine bessere Performance auch Themenfonds beizumischen, beispielsweise Rohstofffonds. Bewährt hat sich auch das Investment in sogenannte Dividendenfonds. Diese investieren in Aktiengesellschaften mit überdurchschnittlich hoher Dividendenzahlung. Ziel sind hier in der Regel sogenannte Nebenwerte, beispielsweise Unternehmen aus dem M-DAX oder dem S-DAX. Zu guter Letzt sollten ETFs nicht fehlen. ETFs sind von den Gebühren her deutlich günstiger, da die Managementgebühr nur minimal ausfällt. Veränderungen im Fonds müssen nur vorgenommen werden, wenn es zu Veränderungen im abgebildeten Index kommt. Darüber hinaus werden ETFs an der Börse gehandelt, die Erwerbskosten liegen damit deutlich unter den Kosten für einen Fonds mit Ausgabeaufschlag, gerade, wenn die Bank diesen in voller Höhe einbehält.