Die Lebensversicherung

Die Lebensversicherung würde man sicherlich zunächst in den Bereich Versicherungen oder Kapitalanlage einordnen, zugleich nimmt die Lebensversicherung aber mitunter auch im Finanzierungs- und Kreditbereich eine wichtige Position ein. In der Praxis wird die Lebensversicherung im Zusammenhang mit den Krediten in zwei unterschiedlichen Funktionen genutzt. Um diese Funktionen näher zu erläutern soll zunächst an dieser Stelle etwas näher auf die diversen Arten der Lebensversicherung eingegangen werden. Man unterscheidet vom Grundsatz her zunächst zwei Varianten im Bereich Lebensversicherung, nämlich einerseits die Risikolebensversicherung und andererseits die Kapitallebensversicherung. Letztere lässt sich zusätzlich dann noch in eine klassische Kapitallebensversicherung und in die fondsgebundene Lebensversicherung unterteilen.

Während die Risikolebensversicherung eine so genannte reine Todesfallversicherung darstellt, wird die Kapitallebensversicherung darüber hinaus auch zum regelmäßigen Sparen und Aufbau von Vermögen verwendet. Dieser Unterschied zwischen den beiden Varianten spielt dann auch eine Rolle, wenn die Lebensversicherung in den Zusammenhang mit Krediten gebracht werden soll. Die Lebensversicherung wird in der Verbindung mit Krediten beispielsweise oftmals als Absicherung des Kredites genutzt, und zwar dann in der Version der Risikolebensversicherung. Genau wie eine Restschuld- oder Restkreditversicherung soll die Risikolebensversicherung in dem Fall vor allen Dingen dazu dienen, dass beim Tod des Versicherten, der gleichzeitig auch der Kreditnehmer ist, die Versicherungssumme zur Tilgung des Kredites genutzt wird. Dadurch hinterlässt der Verstorbene seinen Angehörigen zumindest keine Schulden. Aber auch die Kapitallebensversicherung als die zweite Variante der Lebensversicherung lässt sich in eine Finanzierung einbinden. In diesem Fall wird die Kapitallebensversicherung im Rahmen der Immobilienfinanzierung mit einem so genannten endfälligen Darlehen "kombiniert".

Konkret sieht das dann so aus, dass der Kunde sich im Rahmen der Finanzierung zunächst für ein endfälliges Darlehen entscheidet. Das bedeutet, er zahlt während der Laufzeit des Immobilienkredites nur die Zinsen. Der Tilgungsanteil dient hingegen nicht zur direkten Tilgung des Darlehens, sondern dieser Betrag wird monatlich als Beitrag in eine Kapitallebensversicherung eingezahlt. Zu achten ist darauf, dass Fälligkeit des endfälligen Darlehens und das Ende der Laufzeit des Versicherungsvertrages nahezu identisch sind. In dem Fall entnimmt der Kreditnehmer dann nämlich die frei werdende Kapitalsumme aus der Kapitallebensversicherung und tilgt damit das endfällige Darlehen. Ein zusätzlicher positiver "Nebeneffekt" besteht zudem darin, dass natürlich auch durch die Nutzung der Kapitallebensversicherung das Todesfallrisiko des Kreditnehmers finanziell abgesichert ist.