Privates Fahrzeugleasing

Die meisten Verbraucher kennen das Leasing sicherlich aus dem privaten Bereich in Form des Fahrzeug- und Kfz-Leasing, auch wenn nur recht wenige Privatpersonen in der Praxis den Erwerb eines neuen Autos über das Leasing finanzieren.


Diese Zurückhaltung ist insoweit auch verständlich, als dass Leasing für Privatpersonen in der Summe in den meisten Fällen sogar teurer als eine alternative Finanzierung des Fahrzeuges über einen Kredit wäre. Der große Nachteil, wenn man das Leasing aus steuerlicher Sicht betrachtet, liegt beim Leasing durch Privatpersonen natürlich darin, dass die Raten nicht steuerlich abgesetzt werden können, wie es beim gewerblichen Leasing der Fall ist.


Da Leasing als Absatzmöglichkeit für die Autohersteller und Händler inzwischen eine interessante Größenordnung erreicht hat, finden sich hier immer mehr sehr gute Angebote. Als erste Beurteilungsgröße kann man hier den Leasingfaktor heranziehen. Dieser gibt an, wie hoch die monatliche Leasingrate im Vergleich zum Kaufpreis ist. Je nach Hersteller und Modell wird es ab einem Leasingfaktor von 0,8% und darunter interessant, wobei manche Modelle hier sogar in Bereiche von 0,3% gelangen. Spätestens hier macht ein Kauf in den meisten Fällen keinen Sinn mehr. Allerdings ist zum reinen Leasingfaktor noch zu beachten, welche weiteren Kosten noch hinzukommen, wie z.B. eine Anzahlung oder Bereitstellungskosten. Diese finden sich dann im sogenannten Gesamtkostenfaktor, der im Endeffekt die tatsächliche Kostensituation widerspiegelt. Gute Angebote die Ihnen das verdeutlichen finden Sie zum Beispiel bei KIA König.


Nachteil einer Finanzierung gegenüber Leasing


Aber auch die Finanzierung an sich ist meistens teurer als eine Kreditaufnahme, was viele Leasingnehmer in der Form gar nicht wissen. Der Grund liegt nämlich nicht in den Leasingzinsen, die meistens sogar etwas günstiger als die Kreditzinsen sind.

Die Ursache dafür, dass Leasing von Autos im privaten Bereich oftmals teurer als die Finanzierung über einen Autokredit ist, ist die spätere Restwertzahlung, falls man das geleaste Fahrzeug anschließen kaufen möchte. Zu Beginn vom Leasing wird seitens des Leasingebers zwar ein "objektiver" Restwert kalkuliert, den der Leasingnehmer später zahlen muss, wenn er das Fahrzeug kaufen möchte. In der Praxis ist die tatsächlich zu zahlende "Abstandssumme" aber fast immer höher als dieser vorher kalkulierte Restwert, der nicht verbindlich ist. Rein rechnerisch zahlt der Leasingnehmer also insgesamt eine höhere Summe, welche sich aus Sonderzahlung zu Beginn, den Leasingraten nebst Zinsen und der Restwertzahlung zusammensetzt, als der eigentliche Anfangswert des Fahrzeuges ist. Beim Kredit hingegen ist der Kaufpreis gleich der Kreditsumme, sodass man auch wirklich nur den tatsächlichen Wert des Fahrzeuges finanzieren muss.

Least man zum Beispiel ein Auto im Wert von 20.000 Euro (alternativer Kaufpreis), was zugegebenermaßen eher im Bereich des Leasings eines Fiat 500 liegt als in der Kategorie eines Audi SQ 7, so können die folgenden Beispielwerte in der Praxis auftreten. Die Leasing-Sonderzahlung liegt zum Beispiel bei 5.000 Euro, die Leasingraten (zur Vereinfachung ohne Einbezug der Zinsen) werden über 36 Monate zu jeweils 200 Euro im Monat gezahlt, ergibt demnach eine Summe von 7.200 Euro. Als Restwert wurden 7.800 Euro kalkuliert, tatsächlich gezahlt werden müssten aber 8.800 Euro. Addiert man dies drei Summen (Sonderzahlung, Raten und Restwertzahlung), dann kommt man auf eine Gesamtsumme von 21.000 Euro, obwohl das Fahrzeug eigentlich nur 20.000 Euro an Wert hatte. Der einzige Vorteil im Bereich des privaten Auto-Leasing liegt im Grunde darin, dass die Leasingraten recht niedrig sind und somit sich auch Personen die Nutzung eines Fahrzeuges leisten können, für die etwaige Kreditraten zu hoch wären.