Dispositionskredit - warum umschulden?

Die Umschuldung eines Dispokredites ist sehr häufig ein sehr sinnvolles Instrument und wird in der Praxis noch von viel zu wenigen Kunden durchgeführt. Was sind die Vorteile einer Umschuldung und in welcher Situation ist die Umschuldung eines Dispositionskredites sinnvoll? Grundsätzlich ist die Umschuldung eines Dispositionskredites immer dann sinnvoll, wenn man den zur Verfügung gestellten Kreditrahmen in gewissem Umfang nahezu dauerhaft nutzt. Wo hier genau die Grenzen liegen, also welchen dauerhaft genutzten Betrag man als „zu hoch“ ansehen kann, ist natürlich bei jedem Kunden unterschiedlich. Generell ist es aber natürlich schon so, dass man beim Ratenkredit vom reinen Zinssatz her bis zu fünf Prozent gegenüber dem Dispokredit einsparen kann. Da ein Ratenkredit jedoch meistens erst ab 3.000 Euro genutzt werden kann, ist eine Umschuldung vom Dispokredit in einen Ratenkredit auch erst ab dieser Summe sinnvoll bzw. möglich.

Die geringere Zinsbelastung als ein Vorteil der Umschuldung


Je günstiger ein Dispokredit ist, desto geringer ist natürlich auch der Vorteil einer Umschuldung in finanzieller Hinsicht. Manchmal ist der Zinssatz jedoch beim Dispositionskredit mehr als fünf Prozent höher als beim Ratenkredit, sodass sich in solch einem Fall eine Umschuldung auf jeden Fall rentieren wird. Durchschnittlich zahlt man heute für einen Ratenkredit einen Zinssatz von 8,50 Prozent, während der Durchschnittszinssatz beim Dispokredit bei rund 12 Prozent liegt. Der Vorteil für den Kontoinhaber bei einer geplanten Umschuldung ist zudem, dass keine Kündigungsfrist beim Dispokredit eingehalten werden muss. Man gleicht einfach das überzogene Konto mit dem aus dem Ratenkredit erhaltenen Betrag aus und es fallen auch keine „Strafzinsen“ oder Gebühren an. Wenn man beispielsweise eine Summe von 5.000 Euro konstant im Rahmen des Dispokredites in Anspruch nimmt, fallen dafür durchschnittlich 600 Euro an Zinsen im Jahr an. Beim Ratenkredit wären es nur rund 470 Euro und zudem wird die Kreditschuld nach und nach reduziert.

Die Reduzierung der Schulden als Grund für die Umschuldung


Neben dem reinen finanziellen Aspekt hat die Umschuldung des Dispokredites für viele Verbraucher auch den Vorteil, dass man beim Ratenkredit faktisch dazu „gezwungen“ wird, die Schulden und Kreditverbindlichkeiten zu reduzieren. Da man den Dispokredit zeitlich unbeschränkt nutzen kann, fehlt es nicht wenigen Kunden an der nötigen Selbstdisziplin, den Sollsaldo nach und nach auszugleichen. Stattdessen wird der Dispositionskredit oft in Anspruch genommen, obwohl dieses vom finanziellen Standpunkt aus betrachtet gar nicht nötig wäre. Durch die Umschuldung in einen Ratenkredit kann man sich selbst also auch davor bewahren, dauerhaft für unnötig hohe Schulden Zinsen zu zahlen.